Projekt Trinkwasser, Hygiene & Bildung für Sook (Kenia)

Unser Förderprojekt in Afrika

Auszeichnungen

Unser Centennialprojekt hat 2019 auf dem Kongress der deutschen Lions in Kiel den Stiftungspreis der deutschen Lions gewonnen.
 

Info Material

  • Der aktuelle Projektflyer - zur Zeit in Bearbeitung (Download in Kürze verfügbar)
  • Der aktuelle Projektfilm (42 spannende Minuten in Ostafrika, abseits aller Touristenpfade).

Unser Motto:
Wir helfen mit einfachen Mitteln Menschen, die von der etablierten Entwicklungshilfe
nicht erreicht werden.


Sie leben in 6500km Entfernung von uns im Grenzgebirge zwischen Kenia und Uganda.

Unterentwicklung - ​​​​​​​die Ursache für menschenunwürdige Zustände und Armutsmigration!

Die Ausgangslage
Die Sook Region liegt im Westen Kenias im Grenzgebirge zu Uganda. Im 450km² großen Zielgebiet unseres Projektes leben 26.000 Menschen, überwiegend in menschenunwürdiger Armut. Die Siedlungen entstanden vor 40 Jahren, als dem vormals nomadisierenden Stamm der komplette Viehbestand durch eine Seuche starb.

Die Menschen waren mittellos und erhielten von der Provinzverwaltung ein Stück Land, auf das wegen seiner Wasserarmut niemand Anspruch erhoben hatte. Es gibt in der Sook Region keine Elektrizität nahezu keine Infrastruktur und im Umkreis von 50km keinen Arzt und keine bezahlten Tätigkeiten. Die Menschen leben von dem, was sie ihrem kleinen Stück Land bei der Trockenheit an Nahrungsmitteln abringen können.
Das Gebiet liegt 40km von der nächsten Asphaltstraße entfernt. Die Mehrzahl der Erwachsenen hat das Tal noch nie verlassen und die Asphaltstraße gesehen.

Die Mehrzahl der Familien wohnt in winzigen Lehmhütten, die mit Gras und Zweigen bedeckt sind.

Die Einwohner der Siedlungen holen ihr ‘‘Trink‘‘-wasser aus selbst gegrabenen Bodenlöchern. Dort schöpfen sie eine schlammig-graue Brühe mit Plastiktassen in Kanister und tragen diese über weite Strecken nach Hause.
Diese feuchten Stellen werden auch von Tieren zur Wasseraufnahme aufgesucht. Durch ihre Hinterlassenschaften ist das Wasser oft mit Keimen belastet, weshalb die Menschen ständig an Infektionskrankheiten leiden – bis hin zu Typhus.

Die geringe Menge an transportierbarem Nass reicht weder für eine angemessene Körperhygiene, noch zur Bewässerung eines Gartens, um sich besser ernähren zu können.

Die Lebenserwartung liegt bei ca. 45 Jahren. Häufige Todesursachen sind Tuberkulose, Malaria, Typhus durch verschmutztes Wasser und unbehandelte Infektionen.

Auch Schulkinder laufen morgens vor dem Unterricht zu Schlammlöchern und schleppen das verschlammte Wasser in Kanistern zur Schule, wo es abgekocht wird.

Brunnenbohren in Cheptorow
Einweihung Brunnen in Cheptorow
Wegebau für den Bohrlaster

Das haben wir bisher erreicht

Unser Hilfsprojekt startete 2010 als private Initiative und hat sich in dieser Zeit durch zufließende Spenden erfolgreich entwickelt. Es stellt eine Symbiose aus Wasser, Hygiene, Ernährung, Gesundheit und Bildung dar.

Folgende Projektbausteine konnten wir mit der lokalen Bevölkerung realisieren:

  •  39 Tiefbrunnen (60 40 bis 100m) zur Versorgung von 21.200 Menschen mit sauberem Wasser (80% der Bevölkerung im Zielgebiet). Realisiert mit 2 LCIF Matching Grants mit einem Budget von 220.000€. Kosten pro Kopf: 11€ 
  • Bau eines Ausbildungszentrums für junge Menschen (einfaches IT Training / Handwerkliches Training in Brunnenreparatur, Schlossern, Schweißen, Schreinern). Realisiert in Kooperation mit der Schmitz Stiftung Düsseldorf mit einem Budget von 63.000€.
  • 152 regendichte Lehmhäuser mit Regenwassernutzung und Garten für mittellose Familien
  • 2 kleine Staudämme zur Wasserrückhaltung für die 9 Monate lange Trockenzeit
  • Wasserverteil-Netz mit 4 Solarpumpen, 9 Wasserleitungen und 9 Vorratstanks
  • 33 Toilettenanlagen, vorwiegend an Schulen errichtet
  • Regenwassertanks für Dächer (Kirche, Schulen, Hütten) mit 1,3 Mio. Liter Auffangvolumen
  • Rauchfreie, holzsparende Kochöfen aus Lehmsteinen für Familien (Frauen-Gesundheit, Schutz der Vegetation)
  • 7 rauchfreie holzsparende Hocheffizienzöfen für Schulen (Pilotprojekt)
  • Unterricht für alle bisher nicht eingeschulten Kinder (Überwindung von Analphabetentum)

Unser lokaler Projektpartner LF Martin Komongiro berichtet davon, dass die Armutsmigration durch unser Projekt fast vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Unser neues Ausbildungszentrum

Mit dem Ausbildungszentrum wollen wir jungen Menschen, die das abgelegene Zielgebiet unseres Projektes in Richtung größerer Städte verlassen, eine Starthilfe geben, um im urbanen Raum auskömmliche Tätigkeiten zu erlangen oder sich selbstständig zu machen.

Wir wollen verhindern, dass sie wie die Mehrzahl der Vorausgegangenen ein Dasein als Tagelöhner ohne Perspektive verbringen. Gleichzeitig wird damit aber auch der Verbleib in der extrem abgelegenen Region unseres Projektgebietes für junge Menschen attraktiver. Sie können hier ein Training in einfacher IT und handwerklichen Fähigkeiten erhalten: Schweißen, Schlossern, Schreinern.

Die Schlosser Ausbildung ist auf die Analyse von Fehlern an Brunnen und deren Reparatur ausgerichtet. Damit wollen wir die hohen Investitionskosten in die Trinkwasserbrunnen langfristig absichern. Die Schreiner sollen befähigt werden, ein kleines Business mit der Herstellung von einfachen Möbeln wie Tische, Bänke, Regale, Betten aufzubauen. Viele Familien schlafen noch auf Strohsäcken in ihren kleinen Lehmhütten, die mit Gras und Zweigen gedeckt sind. Schulaufgaben werden auf dem Boden verrichtet.

Projektmanagement

Das Projekt wird in Deutschland von LF Ulrich Rein (LC Rüsselsheim Cosmopolitan) geleitet und vor Ort in Kenia von LF Martin Komongiro, dem Vorsitzenden des Selbsthilfekomitees in Tamugh. Er ist Mitglied im LC Kitale (Kenia).

Wir reisen regelmäßig nach Sook und leben mit den Einheimischen. Unsere Reisen wurden mehrfach von Projekt-Spendern begleitet.
Verständnis und Austausch sind die beste Basis für ein erfolgreiches Projekt.
Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, die von der Dorfbevölkerung unterstützt werden.
Alle Maßnahmen sind an die Lebenssituation der Menschen und ihre begrenzten Möglichkeiten angepasst.

Das Partnerschaftsprojekt zeigt, wie mit relativ wenig Geld pro Kopf die Lebensbedingungen von Menschen in unterentwickelten Ländern nachhaltig verbessert werden können. Damit helfen wir Armutsmigration zu begrenzen.

Das neue Ziel

Noch schürft 1/5 der Bevölkerung (5.000 Menschen) in der Sook Region in Bodenlöchern nach schlammigem Wasser, weil der nächste Brunnen zu weit entfernt liegt. Wir wollen mit einem abschließenden Brunnenprojekt möglichst viele der Betroffenen erreichen. Ein Trinkwasserbrunnen für 500 Menschen kostet je nach Bohrtiefe 4.800 bis 6.200€.

Nach dem erfolgreichen Abschluss unseres Pilotprojektes zur Ausstattung von 7 Schulen mit rauchfreien, Holz sparenden Öfen wollen wir diese äußerst erfolgreiche Maßnahme auf alle weiteren 47 Schulen im Projektgebiet ausweiten. Es sterben in Afrika mehr Menschen an den Rauchgasen der offenen Holzfeuer als an Malaria.

Die neun Öfen haben entscheidende gesundheitliche und ökologische Vorteile:

  • Kein Rauch, keine Augen- & Lungenkrankheiten mehr
  • Keine Verbrühungen durch umkippende Töpfe
  • 65% weniger Holzverbrauch und Sammelaufwand
  • Schutz der Vegetation vor Übernutzung
  • 6 Tonnen jährliche CO2-Vermeidung pro Schule

Ein Schulofen kostet mit Montage 1.300€.

Anlieferung rauchfreier Holz sparender Ofen für die Schule in Tindar
Bisherige Kochstelle für die 400 Kinder der Schule in Tindar

So können Sie unser Projekt unterstützen

Unser Spendenkonto bei der Frankfurter Volksbank Rhein-Main:

Förderverein des Lions Club Rüsselsheim Cosmopolitan e.V.
IBAN:   DE16 5019 0000 4902 4129 19
Verwendungszweck: Tamugh Hilfsprojekt

Spenden für unser Projekt werden steuerlich anerkannt. Bei Angaben von Name und Adresse erhalten die Spender eine steuerwirksame Bestätigung.

Ihre Spende wird ohne jegliche Abzüge zu 100% im Zielgebiet mit höchster Effizienz eingesetzt.


Quelle: Uta und Ulrich Rein, LC Rüsselsheim Cosmopolitan
Am Waldschwimmbad 6, 65428 Rüsselsheim, u-u-rein@web.de, Tel. 06142-563950